Wilhelm Oberhaus
Wilhelm Oberhaus
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Name: Wilhelm Oberhaus
Lebensdaten: *31. Januar 1901 in Herford
                       / U20. September 1942 im KZ Dachau
Jugend/ Familie: 
Sohn des Fabrikanten Eduard Oberhaus und dessen Gattin Friederieke, 
geborene Honkamp, drei Geschwister.
 
Ausbildung/ Beruf: 
Zeitlebens war Wilhelm Oberhaus ein Sohn der der katholischen
Pfarrgemeinde St. Johannes-Baptist, in der er Taufe, Erstkommunion und
Firmung empfing. Er entschied sich dazu, Priester zu werden. Am 1. April
1933 im Hohen Dom zu Paderborn erhielt er seine Priesterweihe. Er übernahm als Neupriester die Pfarrei Sankt Clemens in Dortmund-Hombruch.
 
Leistungen im Widerstand:
In Dortmund-Hombruch predigte er antinationalsozialistisch. Zum Beispiel zum Elternrecht am 4.Mai 1935: „Die Kinder, liebe Eltern, gehören euch nach Gott; erst dann dem Staat!“. Oder: ,,Wer gut katholisch sein will, der muss wissen, wohin er seine Kinder zu schicken hat!" 
 
Für dieses ,,Vergehens gegen das Heimtückegesetz" wurde Oberhaus zu 5 Monaten Haft verurteilt und nach Liebenwerder in Sachsen versetzt.
 
Dort kam es zu Handgreiflichkeiten gegenüber einem Mädchen im Religionsunterricht, den er hier betreute. Jenes Mädchen hatte am 13.2.1941 den Religionsunterricht wegen einer Veranstaltung des BDM geschwänzt. Wilhelm Oberhaus lies das Mädchen antreten und fragte nach dem Grund des Fernbleibens.
Das Mädchen wurde frech und Oberhaus erteilte dafür eine Ohrfeige, für die ihn das Amtsgericht in Elsterwerda zu sechs Monaten Gefängnis verurteilte.
Nach seiner Gefängnisstrafe gelangte Wilhelm Oberhaus ins KZ Dachau, wo er am 20. September 1942 verstarb.
 
Gedenken & Bewertung:
Die eingeäscherte und nach Herford überführte Leiche wurde am 24.10.1942 auf dem Herforder Friedhof an der Hermannstraße feierlich begraben.
Den vorausgegangenen Trauerzug von der Pfarrkirche aus begleiteten neben Angehörigen, katholischen- und evangelischen Geistlichen, sondern auch viele Herforder und Heforderinnen.
 
Insgesamt beschränkten sich Oberhauses Widerstandshandlungen auf verbale Kundgebungen (und auf die eine Ohrfeige, die ihm den Weg nach Dachau bereitete). Inwieweit er die Öffentlichkeit erreichte und zum Überdenken bewegte, ist ungewiss.
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